„Motherload“ war die kuratierte Ausstellung des Jahres 2018 im Deep Forest Art Land. Die Ausstellung befasste sich mit Mutterschaft, Familie, Fürsorge und den Beziehungen, die Menschen miteinander verbinden, und präsentierte dazu ortsspezifische zeitgenössische Kunst von Künstlern aus aller Welt. Auch wenn die Ausstellung zeitlich begrenzt war, lebt „Motherload“ im Deep Forest Art Land weiter. Viele der Werke sind nach wie vor in dem Areal zu erleben, das sich mit neuen Kunstwerken, Bepflanzungen und Geschichten ständig weiterentwickelt.
„Der Skulpturenpark Skovsnogen wurde um eine physisch zerbrechliche und konzeptionell starke Ausstellung zum Thema Mutterschaft im weitesten Sinne bereichert.“ – Louise Steiwer, Nordisk kunsttidsskrift.
„Motherload“ war der Titel der Ausstellung des Jahres 2018 im Deep Forest Art Land. Die Ausstellung wurde von Anna Margrethe Pedersen und Ditte Soria kuratiert, und es nahmen Künstler aus aller Welt daran teil.
Die Kuratoren sagen unter anderem über die Ausstellung:
„Für uns ist klar, dass die ‚Mutter‘ keine festgelegte Rolle hat, sondern dass sie im Zentrum oder am Rande von so gut wie allem auftritt. Das Muttersein bildet einen vielstimmigen und ziemlich eindringlichen Chor von Stimmen …“
Die Ausstellung wurde am 8. September 2018 offiziell eröffnet. Mehr als 200 Menschen nahmen daran teil, und auf der Plattform von Anna Margrethe Pedersen führte Mathias Kryger eine mitreißende Performance auf, während Liv Sejrbo Lidegaard und Maria Hesselager Lesungen vortrugen.
Anlässlich der Eröffnung von „Motherload“ wurde auch ein gleichnamiges Buch vorgestellt.
Zu den Mitwirkenden an diesem Buch gehörten – neben den beteiligten Künstlerinnen – Maria Hesselager, Liv Sejrbo Lidegaard und Pernille Zidore Nygaard. Textauszüge und Abbildungen der Werke wurden außerdem freundlicherweise von Margaret Atwood, Judy Chicago, Elfriede Jelinek, den Künstlern hinter „Die Geburt der Venus“, Reba Maybury, LeRoy McDermott sowie den Kritikerinnen Maggie Nelson, Else Marie Pedersen und Amelie von Wulffen zur Verfügung gestellt.
Fotos von links: „Homo Homo Sapiens“ von Rasmys Myrup, „Ohne Titel“ von Michala Paludan und ein Foto von Bertha Wegmann – „Junge Mutter mit Kind im Garten (Blakes Laokoon)“ von Rasmus Røhling.
Rasmus Myrup steuerte das Werk „Homo Homo Sapiens (Paleolithic Partners)“ aus graviertem Glas bei. Zu dem Werk gehört der Text „Part of the Herd“. Das Obige ist ein Auszug daraus.
„Das Land erstreckte sich endlos vor ihnen. Unter dem blauen, grauen, roten, gelben und schwarzen Himmel füllten abwechselnd Brauntöne, Grüntöne und helle Sonnenreflexe im mäandernden Wasser Hees Blickfeld aus. Dort, wo das Land in den Himmel überging oder der Himmel in das Land, sah alles flach aus, doch näher bei Hee zeigten sich die sanften, geschwungenen Züge der Landschaft. Sanft geschwungene Hügel mit niedrigem, üppigem, frischem, grünem Fell, das das braune Fleisch der Erde bedeckte. Es war dieses Grün, das sie hierher geführt hatte. Während sie die Ebenen durchquerten, folgten sie der Rentierherde …“
„Motherload“ ist eine zeitlich begrenzte Ausstellung im Wald, und einige der Werke werden nach und nach verschwinden. Es ist daher nicht sicher, ob alle Werke noch zu sehen sind.
Die Ausstellung befindet sich auf einer Lichtung im südlichen Teil des Deep Forest Art Land und wird an jeder Himmelsrichtung von vier großen Bannern begrenzt. Die Banner tragen den Titel „Motherload Manifest“ und wurden vom deutschen Künstler Jonathan Meese gestaltet.
Es gibt zwei Eingänge zum Motherloadpark, und jeder Eingang wird von zwei Kunstwerken geschmückt, die sich in der Materialwahl diametral unterscheiden: „New Noveta“ von Vanix Vrizoil (Performance-Graben) und die „Master Baby“-Statue von Emma Sheridan aus Portlandstein.
An einer anderen Stelle steht Rasmus Røhlings Werk „Bertha Wegmann: Young Mother with a Child in a Garden (Blake’s Laocoön)“ in einem grünen, kommunal anmutenden Parkschild. Das Motiv ist in Epoxidharz eingegossen und wirkt halbtransparent, sodass die Rückseite an eine gezeichnete Graffiti-Zeichnung erinnert. Die junge Mutter ist mit einem Textkranz versehen, der mit den Worten „burn the fucking horse“ beginnt, und Mutter und Kind werden (möglicherweise) von der Schlange im Paradies umschlungen.
Teilnehmende Künstler
Kristine Kemp (DK)
Sara Deraedt (BE)
Hannah Heilmann (DK)
Mathias Kryger (DK)
Jonathan Meese (DE)
Rasmus Myrup (DK)
Saskia te Nicklin (AU)
Michala Paludan (DK)
Anna Margrethe Pedersen (DK)
Rasmus Røhling (DK)
Emma Sheridan (UK)
Ditte Soria (DK)
Lewis Teague Wright (UK)
New Noveta (UK)