Das Werk „Habitat“ der Künstlerin Ann Lislegaard – ein Ort, der Zeitreisen und unbekannten Ereignissen gewidmet ist – besteht aus einer großen, kreisförmigen Plattform, die aus Asphalt gegossen wurde und einen Durchmesser von 18 Metern hat. Dieser architektonische Raum im Wald hat eine Ausdehnung und Größe, die die Besucher dazu einlädt, darauf zu gehen, zu sitzen oder sich hinzulegen. Der Asphalt ist am Rand sehr scharf abgeschnitten, was auf einen deutlich abgegrenzten Bereich hinweist, der sich vom Waldboden unterscheidet. Hier kann man lauschen und die „Signale“ beobachten, die vom umgebenden Wald, den Tieren, den Pflanzen, dem Himmelsgewölbe, den Sternen und den Planeten ausgehen.
Später, wenn der Wald mit Strom versorgt wird, wird das Kunstwerk mit Bewegungssensoren ausgestattet sein, die erkennen, wenn sich Besucher der Kontaktzone nähern, und acht magentafarbene Lichtpunkte sowie Stimmen ausgestorbener Vögel aktivieren, die wie eine digitale DNA-Spur von der Vergangenheit und den möglichen Zukünften des Waldes, der Tiere und der Menschen zeugen.
Titel: Habitat – ein Ort, der Zeitreisen und unbekannten Ereignissen gewidmet ist
Erscheinungsjahr: 2021
Der Künstler
Ann Lislegaard ist eine in Norwegen geborene dänische bildende Künstlerin. Sie absolvierte von 1988 bis 1993 ihre Ausbildung an der Kunstakademie in Kopenhagen. Sie lebt und arbeitet in Kopenhagen und New York. In ihren Werken greift Ann auf ein breites Spektrum literarischer Referenzen zurück, insbesondere auf vernachlässigte Filmgenres wie beispielsweise Science-Fiction. Die Materialauswahl reicht von 3D-Animation über Klang- und Lichtinstallationen bis hin zu Text, Fotografie und Skulptur. In ihren Werken setzt sie sich kritisch mit Geschlecht und Sexualität, sozialen und politischen Verhältnissen sowie Spekulationen über das Unbekannte auseinander. Sie hat weltweit ausgestellt und gilt als eine der bedeutendsten Vertreterinnen der dänischen Kunst im Bereich der neuen Medien.
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