Die Skulptur „Monetaristisches Monument“ ist als Pseudomonument konzipiert, das von einem konkreten Gebäude der Lindø-Werft (Malehal Øst) ausgeht. Sie imitiert sowohl die grandiose Utopie als auch den Zusammenbruch dieser Utopie. Parallel dazu wird der Zusammenbruch der monumentalen Skulptur in Osteuropa veranschaulicht sowie – aus dänischer Perspektive – die ästhetisch-dekorative Zusammenarbeit der Moderne mit der Großindustrie und einem Produktionsapparat, der im Verschwinden begriffen ist.
Ähnlich wie im „Grutas Park“ in Litauen, wo ein privater Unternehmer eine Sammlung von Denkmälern aus der Sowjetzeit aufgestellt hat, habe ich Malehal Øst als Denkmal im Wald errichtet. Ich möchte die Frage aufwerfen, was mit den Überresten der Industriegebäude im heutigen Dänemark geschehen soll, während die industrielle Produktion nach und nach ins Ausland verlagert wird. Die alten Industriegebäude können entweder zu kreativen Kraftzentren wie dem Carlsberg-Gelände werden oder auf den „Elefantenfriedhof“ verlegt werden, der vielleicht im Wald liegen könnte.
Titel: Monetaristisches Denkmal, Malehal Ost, Lindø-Werft
Material: Beton
Der Künstler
Katja Løgstrup-Hansen schloss 2012 ihr Studium an der Königlich Dänischen Kunstakademie ab. Sie ist unter anderem für ihre Arbeiten in den Bereichen Skulptur, Zeichnung, Grafik und gestrickte Wandbehänge bekannt. Ihre Inspiration bezieht sie aus verschiedenen Zusammenhängen und Brüchen in Bereichen wie Ideologie, Wirtschaft, Denkmalarchitektur, Utopie und Literatur.
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