Vielen Dank für Ihren Besuch!
Hier findet ihr eine Nachbereitung, die in der Schule genutzt werden kann, um die Eindrücke der Schüler vom Besuch im Deep Forest Art Land zusammenzufassen.
Ausgehend von ihrem Besuch bei Thoreaus Hütte versuchen die Schüler, ihre Erlebnisse in Worte zu fassen und die Gedanken zu formulieren, die der Besuch bei ihnen ausgelöst hat. Durch Gespräche, Zusammenarbeit und Reflexion setzen sie sich damit auseinander, was es bedeutet, ein einfaches Leben zu führen, was es bedeutet, ein gutes Leben zu führen, und wie sich Thoreaus Ideen in ihrem eigenen Leben widerspiegeln lassen.
Der Ablauf schlägt eine Brücke zwischen Erfahrung und Erkenntnis und führt von der Begegnung mit der Natur über die persönliche Reflexion bis hin zum Dialog in der Klasse.
Über den Ablauf
Klassenstufen: 0.–5. Klasse
Dauer: ca. 45–60 Minuten
Ort: Im Klassenzimmer
Materialien
- Barometerkarte – hier herunterladen
- Arbeitsblätter für die 0. bis 2. Klasse: „Thoreaus Hütte“ – hier herunterladen
- Karton für die 3. bis 5. Klasse (ein Blatt pro Gruppe)
- Schere und Kleber
Aufbau des Kurses
Der Ablauf reicht von gemeinsamen Erlebnissen bis hin zu Reflexion und Gespräch.
Die Schüler erinnern sich an ihre Erlebnisse im Wald und beschäftigen sich anschließend damit, herauszufinden, was für sie wichtig ist. Im Dialog und in der Zusammenarbeit entwickeln sie ihre Entscheidungen weiter und werden sich der Gemeinsamkeiten und Unterschiede bewusst. Der Kurs endet mit einem gemeinsamen Gespräch darüber, was man braucht, um zurechtzukommen – und was ein gutes Leben ausmacht.
Gedanken
Deep Forest Art Land möchte, dass die Schüler:
• erinnern sich an ihre Erlebnisse und setzen diese in Worte
• üben, das auszuwählen, zu priorisieren und zu begründen, was ihnen wichtig ist
• werden sich der Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei ihren Entscheidungen bewusst
• beteiligen sich an Gesprächen, hören zu und bauen auf den Perspektiven der anderen auf
Der Kurs fördert die Fähigkeiten der Schüler in den Bereichen mündliche Kommunikation, Reflexion und Teilnahme am Dialog.
Hintergrundinformationen
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Henry David Thoreau (1817–1862) war ein US-amerikanischer Schriftsteller und Philosoph. Im Jahr 1845 zog er in eine kleine Hütte im Wald am Walden Pond, um einer einzigen Frage nachzugehen:
Was braucht es eigentlich, um ein gutes Leben zu führen?
Seine Erfahrungen beschrieb er später in dem Buch „Walden“. Thoreaus Gedanken drehen sich unter anderem um Einfachheit, die Bedeutung der Natur, Freiheit und Achtsamkeit.
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Im Deep Forest Art Land habt ihr eine künstlerische Interpretation von Thoreaus Hütte besichtigt, die von Søren Taaning entworfen und von MONSTRUM gebaut wurde.
Die Hütte hat dieselben Maße wie Thoreaus ursprüngliche Hütte, ist jedoch als Interpretation davon konzipiert. Sie stellt eine Begegnung zwischen Kunst, Natur und Philosophie dar und regt zum Nachdenken darüber an, was für ein gutes Leben notwendig ist.
Zurück in den Wald
Kehren Sie zunächst zu dem Erlebnis im Wald zurück.
Die Schüler unterhalten sich zu zweit über
• woran sie sich erinnern
• was ihnen aufgefallen ist
• wie es war, dort zu sein.
Fassen Sie das Thema in der Klasse zusammen und lassen Sie die Schüler ihre Erfahrungen austauschen.
Schauen wir uns noch einmal die Geschichte von Thoreau an, der in den Wald zog.
Was ist wichtig?
In dieser Übung setzen sich die Schüler damit auseinander, was ihnen wichtig ist. Es gibt keine einzige richtige Antwort.
Die Schüler treffen eine Wahl, begründen diese und hören einander zu – und stellen fest, dass ihre Entscheidungen unterschiedlich sein können.
Im Laufe des Prozesses dient die Übung als gemeinsames Barometer:
Was ist uns wichtig?
Und warum?
Erzählung
Beginnen Sie damit, ein gemeinsames Verständnis zu schaffen:
Bitten Sie die Schüler, zur Ruhe zu kommen.
Sie können die Augen schließen, wenn es Sinn macht.
Vorlesen:
Stellt euch vor, ihr geht in den Wald.
Ihr geht immer tiefer zwischen die Bäume hinein.Der Untergrund verändert sich unter euren Füßen.
Die Geräusche klingen anders.
Die Luft fühlt sich anders an.Vor euch steht eine kleine Hütte.
Stellt euch nun vor, ihr müsstet dort wohnen.
Allein.
Einen ganzen Monat lang.In der Hütte gibt es keinen Strom.
Keine Bildschirme.Ihr habt genug zu essen.
Aber alles andere müsst ihr selbst herausfinden.
Was braucht ihr?
Und wie wollt ihr dort leben?
Die Barometerkarten
Jeder Schüler erhält ein Blatt mit den 12 Karten, das vor ihm liegt.
Geht die Karten gemeinsam durch.
Erzählt, was sie darstellen und wozu sie im Hüttenalltag dienen können.
Eine Decke kann einen warm halten.
Mit einer Axt kann man Brennholz hacken.
Mit Streichhölzern kann man ein Feuer anzünden.
Ein Foto kann etwas sein, das man sich ansieht, wenn man jemanden vermisst.
Ein Instrument kann dazu dienen, Klänge zu erzeugen und sich selbst Gesellschaft zu leisten.
Dabei ist es wichtig, sich zu fragen:
• Warum könnte gerade dieser Gegenstand wichtig sein, ihn mitzunehmen?
Lassen Sie die Schüler darüber nachdenken, was sie selbst brauchen würden, wenn sie allein in der Hütte wohnen müssten.
Das Fragezeichen bietet die Möglichkeit, etwas hinzuzufügen, das für einen selbst wichtig ist.
In der 0. bis 2. Klasse beschäftigen sich die Schüler damit, eigene Lösungen auszuwählen, zu beschreiben und zu entwickeln.
In der 3. bis 5. Klasse beschäftigen sich die Schüler weiter damit, Prioritäten zu setzen, zu verhandeln und gemeinsam zu einer Einigung zu gelangen.
Wählt den Lehrplan aus, der zu eurer Klasse passt.
0.–2. Klasse
Wähle das Wichtigste aus
Die Schüler schneiden die Karten aus.
Jeder wählt für sich die drei Karten aus, die er für die Hütte am wichtigsten findet. Die übrigen Karten heben sie für später auf.
Bitten Sie die Schüler, darüber nachzudenken:
- Was ist mir am wichtigsten?
- Was würde ich vermissen?
- Was gibt mir ein Gefühl der Geborgenheit oder macht mich glücklich.
Erinnern Sie sie gerne daran, dass es nicht nur eine richtige Antwort gibt.
Sprecht miteinander
Die Schüler werden zu zweit zusammengestellt.
Sie zeigen abwechselnd ihre Karten und erklären, warum sie diese ausgewählt haben.
Bitten Sie sie, auf Folgendes zu achten:
- Haben wir unterschiedliche Dinge ausgewählt? Haben wir dasselbe ausgewählt?
Mehr auswählen
Jeder Schüler erhält ein Arbeitsblatt mit Thoreaus „Die Hütte“.
Nun sollen sie individuell drei weitere Karten auswählen, die etwas darstellen, das sie in die Hütte mitnehmen möchten.
Wieder müssen sie darüber nachdenken, warum.
Sobald sie sich entschieden haben, sollen sie alle 6 Karten auf das Kopierblatt mit „Thoeraus Hytte“ kleben.
Unterstützen Sie die Schüler dabei, an ihren eigenen Entscheidungen festzuhalten.
Sie können Thoreaus Hütte ausmalen, während ihre Klassenkameraden ihre Arbeit fertigstellen.
Gemeinsames Gespräch
Jetzt findet in der Klasse eine Zusammenfassung statt.
Frage:
- Welche Dinge tauchen bei mehreren Personen immer wieder auf?
- Was ist anders?
Lassen Sie sie gerne der Klasse erzählen, warum sie diese 6 Karten ausgewählt haben.
Die Klasse kann gemeinsam 6 Karten auswählen und diese an die Tafel zeichnen oder schreiben.
Sprecht miteinander
- Was braucht man, um zurechtzukommen?
- Was macht es so schön, im Wald unterwegs zu sein?
- Gibt es etwas, auf das man gut verzichten könnte?
- Gibt es etwas, über dessen Fehlen man traurig wäre?
- Ist das für alle gleich?
Abschließend
Die Schüler können die Zeichnungen fertig ausmalen, sie als gemeinsames Andenken im Klassenzimmer aufhängen oder mit nach Hause nehmen.
3.–5. Klasse
Wähle das Wichtigste aus
Die Schüler schneiden die Karten aus.
Jeder wählt sechs Karten aus, die er für besonders wichtig hält, um sie in die Hütte mitzunehmen.
Geben Sie den Schülern Zeit zum Nachdenken.
Bitten Sie sie, Folgendes zu bedenken:
- Was ist mir am wichtigsten?
- Was würde ich vermissen?
- Auf was könnte ich verzichten?
Sprecht miteinander
Die Schüler arbeiten zu zweit zusammen.
Sie zeigen sich gegenseitig ihre Auswahl und erklären, warum sie sich gerade für diese Karten entschieden haben.
Ein Barometer basteln
Gemeinsam erstellen die beiden ein gemeinsames Barometer.
Sie ordnen die Karten in der Reihenfolge vom Wichtigsten zum Unwichtigsten an.
Die wichtigste Karte liegt ganz oben.
Die Schüler müssen sich im Laufe des Prozesses einigen und ihre Entscheidungen begründen.
• Gab es etwas, worüber ihr euch nicht einig wart?
Einigt euch in der Gruppe
Zwei Zweiergruppen werden zu einer Gruppe von sechs Schülern zusammengestellt.
Die Gruppen stellen sich gegenseitig ihre Barometer vor.
Anschließend erstellt die Gruppe ein gemeinsames Barometer.
Sie ordnen die Karten neu an und einigen sich auf die Prioritäten.
Richte es ein
Die Gruppen erhalten ein Stück Pappe.
Sie schneiden den Karton der Länge nach in drei Streifen, kleben diese zu einem langen Bogen zusammen und kleben die Karten der Reihe nach darauf – das Wichtigste ganz oben und dann nach unten hin.
Hängt die Barometer im Klassenzimmer auf.
Die Schüler gehen herum und sehen sich gegenseitig ihre Prioritäten an.
Gemeinsames Gespräch
Nutzen Sie die Barometer der Gruppen und die Fragen als Leitfaden und ergänzen Sie diese gerne durch eigene Fragen, die sich im Laufe des Gesprächs ergeben. Geben Sie den Schülern gerne Zeit, sich zu den einzelnen Fragen mit einem Partner auszutauschen, bevor Sie das Thema im Plenum besprechen.
Sprechen Sie über Gemeinsamkeiten und Unterschiede:
- War oben an einer Stelle etwas – unten aber etwas anderes?
- Gibt es etwas, das alle oder die meisten als besonders wichtig erachten?
Fragen Sie nach ihrer Entscheidung:
- Was habt ihr euch für die leere Karte mit dem Fragezeichen ausgedacht?
- Gab es etwas, worüber ihr euch nicht einig wart?
- Was braucht man, um zurechtzukommen?
- Was macht das Leben schön?
- Wie kann etwas wie Gemütlichkeit oder Unterhaltung genauso wichtig sein wie Essen und Wärme?
Abschluss
- Was ist ein gutes Leben – für euch?
- Kann man jemals genug haben? Oder möchte man immer mehr?
- Wann hat man genug?
Vielen Dank für dieses Mal
Wir freuen uns über eure EnglischEngagement und hoffen, dass ihr Lust habt, uns im Deep Forest Art Land wieder zu besuchen.